STAMMTISCH der LINKSDENKER

Jeden Mittwoch, 19.00 Uhr, im "Dürüm Haus", Schallmooser Hauptstr. 8, 5020 Salzburg.

Einführung in den Marxismus

Teil 1
Dialektischer und historischer Materialismus

Teil 2
Politische Ökonomie

Teil 3
Wissenschaftlicher Sozialismus

Rosa Hofmann

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27.5.1919 – 9.3.1943
KJV-Leiterin

Rosa Hofmann ("Ratzi") wurde in Linz geboren, wuchs in Salzburg-Maxglan, in einer sozialdemokratischen Familie auf und war von Beruf Näherin. Ab 1936/37 war sie in einer sozialistischen Jugendgruppe in Itzling aktiv, die als Abstinenzverein getarnt, damals wirken konnte. Hofmann organisierte mehrere Treffen mit politischen Vorträgen, an denen vor allem Anna Reindl, Maria Langwieser und Emilie Schrempf teilnahmen. Später formulierte das NS-Gericht daraus eine Frauengruppe.

Bald kam Hofmann in Kontakt zum KJV und entwickelte eine rege Aktivität. 1941 übernahm sie, nachdem der bisherige Leiter Ernst Stoiber, ihr Freund, einrücken musste, die Leitung des KJV Salzburg. Sie verfügte über zahlreiche Kontakte zu KJV- und KPÖ – Funktionären in Wien und in Linz und so war sie über Walter Kämpf auch in die Arbeit der Gruppe „Soldatenrat“ eingebunden. Hofmann und ihre GenossInnen haben die Wiener Flugblätter vervielfältigt und in Umlauf gebracht: Sei hinterlegten die Schriften an Orten, die oft von Soldaten frequentiert wurden, wie am Salzburger Hauptbahnhof, in Zugabteilen, in der Nähe von Kasernen, (insbesondere in Salzburg–Riedenburg, wo die Gebirgsjäger stationiert waren), in Lazaretten und bei Bänken am Mönchsberg. Am 16.4.1942 wurde Hofmann schließlich verhaftet, blieb in Salzburg eingesperrt und wurde am 29.6.1942 der „Wehrkraftzersetzung in Verbindung mit landesverräterischer Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt. In Berlin fand am 15.12.1942 der Prozess statt. „Sie hat sich als eine so gewissenlose und zu verachtende Feindin ihres Volkes gekennzeichnet, dass in dessen Reihen für sie kein Platz mehr ist. Sie muss, damit das deutsche Volk lebt und seine Sicherheit gewährleistet ist, fallen“, begründeten die Nazijuristen den Mord an der Widerstandskämpferin.

In ihrem letzten Brief schreibt sie: „Ich hoffe halt, dass das Gnadengesuch Erfolg hat. Wenn nicht, kann man auch nichts mehr ändern, abgefunden habe ich mich schon derzeit. Ihr glaubt nicht, wie viele dasselbe hier mitmachen wie ich. Sehnsucht habe ich nach Euch und den Bergen...“.

Rosa Hofmann wurde am 9.3.1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. In Salzburg erinnert an sie eine Gedenktafel in der Moserstraße 10 (ehemaliges Wohnhaus in Maxglan), ein Denkmal im Stölzlpark in Maxglan (am Kindergarten-Gelände) und dieRosa-Hofmann-Straße in Siezenheim.