Für den Erhalt des Paracelsusbades

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Salzburgs einziges öffentliches Hallenbad steht vor der Schließung. Die Stadtregierung – alle Fraktionen (!) – hat den Neubau eines „Spaßbades“ in Liefering beschlossen. Mehr als 51 Millionen Euro (mehr als 700 Millionen Schilling) soll das „Spaßbad“ kosten. Um diesen Prestigebau finanzieren zu können, will die Stadtregierung Paracelsusbad und Kurhaus schließen und verkaufen.

Damit sich der Betrieb des „Spaßbades“ rechnet, sollen laut Berechnugnen des Magistrats Eintrittspreise von bis zu 28 Euro (385 Schilling) verlangt werden. Wer soll sich das leisten können? Im Paracelsusbad kostet der Eintritt für  Erwachsene 4 Euro...

Schon jetzt ist es so, dass der Großteil der Salzburger Schülerinnen und Schüler für den Schwimmunterricht in Hallenbäder der Umlandgemeinden ausweichen muß. Wir brauchen ein zweites öffentliches Hallenbad, das leicht erreichbar sein muß.

Am “Spaßbad”-Standort Liefering werden ohne vernünftige Anbindung an den öffentlichen Verkehr jährlich 360.000 BesucherInnen notwendig sein, um den Betrieb zu finanzieren. An Spitzentagen wird sogar mit 1.800 Gästen gerechnet – die großteils mit dem PKW anreisen werden.

Die KPÖ Salzburg fordert daher:

  • Erhalt und Sanierung des Paracelsusbades
  • Errichtung eines zweiten öffentlichen Hallenbades mit guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr
  • Eintrittspreise müssen sozial verträglich gestaltet werden – Schwimmen darf kein Luxus werden
  • Keine ökologisch unsinnigen und wirtschaftlich bedenklichen Prestigeprojekte für Salzburg

Josef Enzendorfer, Landessprecher der KPÖ Salzburg:
“Die KPÖ wird alles dafür tun, die Schließung des Paracelsusbades zu verhindern! Alle Salzburgerinnen und Salzburger sollen die Möglichkeit haben, ein öffentliches Hallenbad zu besuchen."


Salzburger Medien über das Paracelsusbad:

ORF Salzburg, 06.01.2009
Haibach: Paracelsusbad soll weiterbestehen

Salzburger Fenster, 45/2008
"Bitte das Hallenbad nicht zusperren!"

Salzburger Nachrichten, 29.12.2008
Geld allein zählt nicht

Salzburger Nachrichten, 29.12.2008
Kampf für den Erhalt des Paracelsusbades