27. Mai / 19:00 Tibor Zenker: Faschismustheorien aus marxistischer Sicht
Geschrieben von: Klingersberger am Montag, 26. April 2010 um 20:00 Uhr
„Der Faschismus an der Macht ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.” So charakterisierte einst der bulgarische Kommunist Georgi Dimitroff den Faschismus.
Neben dieser klassischen marxistisch-leninistischen Definition von Faschismus gibt es aber auch noch zahlreiche andere. Verschiedene linke, bürgerliche und auch verschiedene marxistische Definitionen machen es zuweilen schwer, breite Bündnisse gegen Faschismus und faschistische Tendenzen zu schließen.
Um gegen etwas zu kämpfen, muss man auch wissen, was das eigentlich genau ist, wogegen man kämpfen will. Eine Faschismus-Theorie ist „nicht einfach dazu da, um den „historischen Faschismus” schematisch zu kategorisieren, sondern diese Theorie muss anwendungsorientiert sein: bezüglich der jeweils spezifischen Analyse einer Situation, bezüglich der Fähigkeit zur wissenschaftlichen Voraussicht hinkünftiger Entwicklungen sowie bezüglich der Fähigkeit, antifaschistische Strategien zu entwickeln und vor allem sodann antifaschistisch zu handeln.” schreibt der Wiener Antifaschist und Schriftsteller Tibor Zenker in seinem Buch „Was ist Faschismus?”.




