STAMMTISCH der LINKSDENKER

Jeden Mittwoch, 19.00 Uhr, im "Dürüm Haus", Schallmooser Hauptstr. 8, 5020 Salzburg.

Einführung in den Marxismus

Teil 1
Dialektischer und historischer Materialismus

Teil 2
Politische Ökonomie

Teil 3
Wissenschaftlicher Sozialismus

„Branche der privaten Wohnungsvermittlung ist überflüssig und parasitär“

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Die aktuelle Makler-Studie der AK ergibt, dass die Informationsweitergabe der ImmobilienmaklerInnen mehr als mangelhaft ist und vor allem die Interessen der VermieterInnen vertreten werden. Besonders zukünftige MieterInnen werden übers Ohr gehauen während man auf der Suche nach einer Eigentumswohnung mit einem blauen Auge davonkommt. Die sozial Schwächeren trifft es wieder einmal am härtesten. 

 

Die durchschnittliche Maklerprovision beläuft sich beim Erwerb einer Mietwohnung auf 2.400 Euro und ist damit höher als überall sonst in Europa. „Es ist unverständlich, dass österreichische Immobilienhändler mehr Geld brauchen als andere“, meint dazu KPÖ-Sprecher Stefan Klingersberger. Denn was bekommt man für diese Wucherprovisionen? Ausreichende Informationen jedenfalls nicht: „Die Hauptkritik an den Maklern betrifft in Bezug auf die fehlende Informationsweitergabe die folgenden Bereiche: die wirkliche Höhe der Wohnkosten und den tatsächlichen Zustand der Wohnung bzw. Hinweise auf die teilweise desolate Ausstattung derselben“ lautet es auf Seite 6 der Studie*. 30% der MieterInnen bemerkten erst nach dem Vertragsabschluss, dass ihnen die MaklerInnen wesentliche Informationen vorenthalten haben, ergibt die vom „Institut für empirische Sozialforschung“ erstellte Studie. Befragt wurden dazu im Februar 2010 österreichweit 200 Personen.

 

 Die gesamte Branche der Wohnungsvermittlung ist gesellschaftlich überflüssig und lebt auf Kosten der Wohnungssuchenden, letztlich der ganzen Bevölkerung“, so Klingersberger, denn durch die hohen Provisionen würden auch die Mieten jener Wohnungen nach oben getrieben, die ohne MaklerInnen vergeben werden. Stattdessen müsse man „diesem parasitären Treiben endlich ein Ende bereiten. Und zwar ein für alle Mal, durch Übernahme der Wohnungsvermittlung in die öffentliche Hand!“

* http://www.arbeiterkammer.at/online/page.php?P=29&IP=53730&AD=0&REFP=3040